Margaretha Rothe

Margaretha Rothe

Margaretha RotheSeit über 20 Jahren trägt unsere Schule den Namen "Margaretha-Rothe-Gymnasium". Im Eingangsbereich des Hauptgebäudes befindet sich eine Informationstafel mit den wichtigsten Lebensdaten unserer Namensgeberin. Margaretha Rothe wurde am 13.6.1919 in Hamburg geboren. Sie schloss sich 1936 einem oppositionellen Freundeskreis von ehemaligen Lichtwark-Schülern an, der eng mit der "Weiße Rose München" zusammenarbeitete. Diese Widerstandsgruppe verbreitete Streuzettel mit den Frequenzen von Auslandssendern sowie Flugblätter gegen das Hitlerregime und den Krieg. Die Mitglieder der Hamburger Gruppe trafen sich in geheimen Gesprächszirkeln, diskutierten über verbotene Literatur, debattierten über die politische und militärische Lage und bereiteten ihre Aktionen vor.

Seit 1939 studierte Margaretha Rothe Medizin an der Universität Hamburg. Wegen "Vorbereitung zum Hochverrat, Wehrkraftzersetzung, Feindbegünstigung und Abhörens und Verbreitens von Nachrichten ausländischer Sender" wurden sie und ihr Freundeskreis am 9. November 1943 von der Gestapo verhaftet und in das Gestapogefängnis Fuhlsbüttel eingeliefert. Ein Jahr später brachte man die Gefangenen nach Cottbus, weil ihr Prozess vor dem Volksgerichtshof in Berlin stattfinden sollte.

In den letzten Kriegstagen transportierte man sie in Richtung Bayreuth. Margaretha Rothe war zu diesem Zeitpunkt infolge der Haftbedingungen so schwer an TBC erkrankt, dass sie am 15.4.1945 in einem Leipziger Krankenhaus starb.

Zum Andenken an Margaretha Rothe wurden in Hamburg-Niendorf noch eine Straße und auf dem Gelände des Universitätskrankenhauses Eppendorf ein Gebäude nach ihr benannt. Darüber hinaus ist ihr Name auf mehreren Gedenktafeln festgehalten; eine dieser Tafeln befindet sich außen am Hauptgebäude unserer Schule.

Margaretha Rothe, von ihrer Familie und ihrem Freundeskreis "Greta" genannt, war eine liebenswerte, aufgeschlossene junge Frau und eine eifrige Schülerin und Studentin. Ihre Ablehnung des nationalsozialistischen Gewaltregimes entsprang nicht parteipolitischen Erwägungen, sie resultierte vielmehr aus ihrer tief verwurzelten Menschlichkeit. Ihr mutiges Handeln gegen das Hitler-Regime war ein dringender Appell an das Verantwortungsgefühl ihrer Mitmenschen. Was sie von vielen ihrer Altersgenossen unterschied, waren ihr überaus wacher Geist, ihr ausgeprägter Humanismus und ihre Zivilcourage.

In der Erinnerung an Margaretha Rothe werden Werte und Normen lebendig, die grundlegend sind für das Leben in der demokratischen Gesellschaft und daher zu den zentralen Erziehungszielen unserer Schule gehören: Widerstand gegen Unterdrückung, das Ringen um Gerechtigkeit und Freiheit, solidarisches Handeln und entschiedenes Eintreten für die Bewahrung der Menschenwürde.

Dietrich Budack (ehemaliger Schulleiter des MRG)

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