Joachim Herz Stiftung unterstützt „Margaretha Rothe fragt...“ mit 13.000 €

  

Die Veranstaltungsreihe „Margaretha Rothe fragt...“ hat in den vergangenen Jahren über die Schulgrenzen hinaus einige Wellen geschlagen. Dabei handelt es sich um eine gesellschaftspolitische Diskussionsveranstaltung, die – unter Leitung von Frau Doortje Rode und Herrn Lars Hübner – vollkommen in Eigenregie von Schülerinnen und Schüler des PGW-Englisch-Oberstufenprofils organisiert wird. Angefangen hat diese Reihe im Jahr 2014, als damalige Schülerinnen und Schüler des neunten (!!!) Jahrgangs Lokalpolitikerinnen und -politiker mit den schwierigen Lebensbedingungen von Lampedusaflüchtlingen in Hamburg konfrontiert haben. Mit den Jahren hat das Format stetig an Qualität und Zuspruch gewonnen. Hamburgweite Bekanntheit hat „Margaretha Rothe fragt“ endgültig mit den Veranstaltungen der letzten beiden Jahre erhalten. 

So waren 2019 anlässlich des 100-jährigen Geburtstags der Namenspatronin unserer Schule, Margaretha Rothe,  u. a. die Holocaustüberlebende und Präsidentin der Münchner Israelitischen Gemeinde, Charlotte Knobloch, sowie der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Peter Tschentscher geladen, um zum schwierigen Thema Antisemitismus zu diskutieren. Es gehört zu den Glanzpunkten der Veranstaltungsreihe, als Charlotte Knobloch sichtlich gerührt die Qualität des Eingangsreferats lobte und die Referentin Malena Prieto Aguiar stellvertretend für das gesamte Organisationsteam herzte. Frau Knobloch bat darum, den Vortrag zu veröffentlichen, was nun endlich geschehen ist: Der Text ist bequem im Anhang abrufbar. 

In diesem Jahr diskutierten unsere Schülerinnen und Schüler u. a. mit dem Bundesvorsitzenden von Bündnis 90 / Die Grünen, Robert Habeck, dem Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, Julian Reichelt, sowie Dr. Jochen Bittner, Chef des „Streit“-Ressorts der „Zeit“, zu den Themen Meinungs- und Pressefreiheit. Da die Veranstaltung erstmals als Livestream im Internet übertragen wurde, konnten insgesamt gut 500 Zuschauerinnen und Zuschauer begrüßt werden – ein Rekord.

Dass Schülerinnen und Schüler vollkommen in Eigenregie – von der Auswahl und Einladung der Gäste, über die  digitale und analoge Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur inhaltlichen Gestaltung des gesamten Abends – eine solche Großveranstaltung auf die Beine stellen, ist einzigartig in der Hamburgischen Schullandschaft. Die Hamburgische Joachim Herz Stiftung hat sich daher entschlossen, „Margaretha Rothe fragt...“ mit 13.000 € zu fördern. Wir sind überglücklich und dankbar für diese großzügige Unterstützung, welche die Veranstaltungen der nächsten Jahre finanziell sichert. Tatsächlich werden derzeit die Rahmenbedingungen für die nächste Veranstaltung, die wahrscheinlich im Februar / März 2021 stattfinden wird, gesteckt. Worüber allerdings im Jahr der nächsten turnusmäßigen Bundestagswahl diskutiert werden wird, bleibt noch geheim...

Hier geht es zum Download des Artikels  "Antisemitismus – ein sachlicher und historischer Abriss" von MR-fragt

Hb, 22.6.20

 

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