Theaterbesuch der Klasse 9b: „Der Geizige“ von Molière

Theaterbesuch der Klasse 9b: „Der Geizige“ von Molière

Das Theaterstück „Der Geizige“, geschrieben 1668 von Molière, im Jahr 2020 von Leander Haußmann neu inszeniert, besuchten wir, die Klasse 9b mit Frau Roß und Frau Stevens, am 20. Oktober 2021 im Thalia Theater.

Eng am Stück orientiert entfaltet sich die Geschichte um Geiz, Misstrauen, Sehnsucht und Liebe. Als der Geizige überzeugt Jens Harzer nicht nur durch seine groteske Maske, auch die Verkörperung der Rolle ist fast schon genial. Schmuddelig und spuckend fläzt sich der Patriarchat auf dem Plastikstuhl, bereitgestellt von seinem Diener La Flèche.

Nun möchten seine Kinder Cléante und Élise ihm ihre Heiratswünsche erzählen, schaffen es aber nicht, sich gegen den gefürchteten Tyrannen durchzusetzen.

Harpagon hat für seine Tochter schon eine lohnende Zweckehe geplant. Élise soll Ansèlme, alt aber vermögend, heiraten, der sie sogar ohne Mitgift nehmen würde, wobei Élise viel lieber ihren Geliebten Valére heiraten möchte, der sich als Diener im Hause Harpagons ausgibt. Die Geliebte des Sohnes Cléante, Mariane, erwählt Harpagon für sich selbst als Braut. Dass dies zu Verwicklungen, Missverständnissen und Verzweiflung führt, ist berechenbar.

Leander Haußmann inszeniert dies hervorragend, die Dialoge wirken lebendig und die Figuren sind genial formuliert. Obwohl Haußmann sich eng an das Original hält, ist die Ausführung modern und zeitgemäß. Jede Figur, auch die kleineren Rollen, sind originell interpretiert und haben Raum sich zu zeigen.

Frosine, die Heiratsvermittlerin, bringt letztendlich unter Einsatz aller (körperlichen) Mittel Ordnung in die Wirren der Liebe.

Das letzte Bühnenbild setzt einen starken Kontrast zum anfänglichen kargen Bild, das nur aus fünf Glühbirnen über einer leeren Bühne bestand. Nun explodiert eine Üppigkeit: Freitreppe, Perücken, Rokoko-Kostüme und weiß geschminkte Gesichter mit roten Wangen. Die Slapstick - Einlagen wiederholten sich zum Ende hin unnötig oft.

Mit 2,5 Stunden ist das Stück sportlich lang, aber dank Haußmanns spielerischer Leichtigkeit, trotzdem kurzweilig. Grandiose Darsteller mit Freude am Spiel haben uns einen unvergesslichen Theaterabend beschert. (Miriam G., 9b)

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Die Komödie “Der Geizige” von Molière ist eine Geschichte über einen Vater und einen Sohn, die die gleiche Frau lieben, und über die Tochter, welche in eine geheime Beziehung mit dem Diener des Vaters verwickelt ist. Das Theaterstück wurde von Leander Haußmann neu inszeniert und ist zurzeit im Thalia Theater anzuschauen. Wir, die Klasse 9b, besuchten am 20.10.21 mit Frau Roß und Frau Stevens die Aufführung.

Die Inszenierung zieht sich über zweieinhalb Stunden. Die Länge ist hier kein Problem, jedoch sind viele Szenen sehr ausgedehnt, so dass einem das ganze Stück gleich länger vorkommt. Viele Dinge werden sehr detailliert, sogar etwas zu genau gezeigt, obwohl dies vielleicht gar nicht nötig ist, da sie nicht immer wichtig für die Handlung sind. Auch gibt es in dem Theaterstück oft lange Konversationen ohne Abwechslung, wodurch die Handlung etwas langweilig wird.

Dazu muss man aber als positiven Punkt nennen, dass die Inszenierung sehr nah am Originaltext bleibt. Es gibt natürlich einige Ergänzungen oder auch einige Dinge, die nicht im Dramentext vorkommen, aber generell sind die Szenen aus der Komödie auch in der Inszenierung enthalten und man erkennt als Leserin viel wieder.

All dies wird auch noch etwas moderner dargestellt. Im Stück wird oft Bezug auf aktuelle Themen oder Situationen genommen. Zu den Zuschauern wird von den Schauspielern durch improvisierte und geplante Witze Kontakt aufgenommen, was es noch etwas interessanter macht.

Eines der faszinierendsten Dinge bei dem Theaterstück ist die Verwandlung der Schauspieler in die Charaktere. Ob es durch die Kostüme geschieht, welche zu dem jeweiligen Charakter passen und dessen Art und Weise perfekt widerspiegeln oder durch die schauspielerischen Künste der Darsteller, welche es schaffen, den Charakter und die verschiedenen Eigenschaften einzufangen und darzustellen.

Die wohl größte Veränderung ist die des Schauspielers Jens Harzer, welcher sich zum buckligen, unangenehmen Harpagon verwandeln muss. Diese schwierige Aufgabe meistert er aber perfekt. Er verändert sich zu einem Charakter, der von Molière entwickelt wurde, um ihn nicht zu mögen und schafft dies auch im Theaterstück.

Auch die Beziehungen zwischen den Charakteren und die Stellung dieser zueinander wird in dem Theaterstück sehr deutlich. Die heimliche Romanze zwischen Elise und Valere beispielsweise wird wunderbar gezeigt durch ständiges Flüstern der beiden und die Weise, wie sie sich verhalten, wenn andere Personen anwesend sind.

Die große Bühne wird zwar ganz bespielt, jedoch sind nicht wirklich Kulissen vorhanden. Die ganze Gestaltung beschränkt sich eigentlich nur auf ein paar Glühbirnen und einige Plastikstühle. Man hätte den vielen Raum da noch etwas besser nutzen und auch gestalten können.

Der plötzlich in Spanien spielende Schlussakt ist zwar eine interessante Idee und auch eine gute Abwechslung zu dem Bühnenbild davor, jedoch fehlt dabei der Kontext. Die ganze Szene ist etwas unverständlich, nicht nur da absichtlich genuschelt wird, sondern auch weil der Zusammenhang fehlt. Das Herunterpurzeln der Charaktere von der Treppe ist zwar erst lustig, dann aber eher verwirrend und meiner Meinung nach an dieser Stelle auch nicht unbedingt passend.

Die Inszenierung ist allgemein an manchen Stellen nicht ganz verständlich, aber vor allem das Ende ist nicht nachvollziehbar, wenn man die Komödie vorher nicht gelesen hat. Insgesamt fand ich den Theaterbesuch zwar etwas lang, aber es war auch sehr unterhaltsam und lustig. (Miriam H., 9b)

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Am 20.10.21 haben wir, die Klasse 9b mit Frau Roß und Frau Stevens, das Theaterstück „Der Geizige“ im Thalia Theater angesehen. Das von Molière 1668 verfasste Stück handelt von einem geizigen alten Mann namens Harpagon, welcher eine Frau heiraten will, die aber heimlich mit seinem Sohn zusammen ist.  Gleichzeitig versucht der Diener Harpagons sich mit ihm gut zu stellen, da er dessen Tochter heiraten möchte.

Gleich am Anfang des Stückes fällt auf, dass die Bühne weitgehend leer ist und nur von fünf Glühbirnen beleuchtet wird, wodurch der Fokus auf die Schauspieler gelegt wird.

Das Stück wurde durch den Regisseur Leander Haußmann stark an die heutige Zeit angepasst und viele Witze sind eingebaut, welche das Stück interessanter machen, da man so eine neue Sicht auf die Handlung und die Charaktere bekommt. Positiv ist auch die Interaktion der Schauspieler mit dem Publikum, da das Publikum so gut von den Schauspielern in das Stück integriert wird.

Auch überzeugend dargestellt ist die Rolle von Harpagon durch den Schauspieler Jens Harzer, da sein Kostüm gut zu der Rolle passt. Der falsche Bauch, Buckel und die altmodischen Klamotten unterstreichen seinen Charakter sehr gut.

Auch der Schauspieler von Cléante, Steffen Siegmund, ist mir positiv aufgefallen, da er viel improvisiert, was dazu führt, dass das Stück einem nicht nur auswendig gelernt vorkommt.

Eine weitere gute Darstellung ist die des Dieners La Flèche durch Sebastian Zimmler, der das Geschehen durch seine dramatische Art noch vielfältiger macht, da man ihn zum Beispiel oft im Hintergrund sieht, was für Abwechslung sorgt.

Leider gerät der Charakter von Élise, gespielt von Toini Ruhnke, welche am Anfang eine große Rolle spielt, mit der Zeit immer mehr in den Hintergrund und am Ende sitzt sie eigentlich nur noch still am Rand. Auch finde ich es schade, dass man nicht viel von der Person Mariane mitbekommt, da sie erst sehr spät auftritt.

In das Stück sind viele Effekte eingebaut, es wird viel mit Rauch oder mit falschem Schnee gearbeitet.

Leider finde ich das Ende der Inszenierung nicht so überzeugend, da vieles unklar ist und das bunte Bühnenbild nicht zu dem dezenten Hintergrund passt, der davor genutzt wurde. Da das Ende meiner Meinung nach nicht ganz zu dem Rest des Stückes passt, ist es mir sehr lang vorgekommen.

Alles in allem ist es aber eine unterhaltsame Komödie, in welcher ich nicht so viel Humor erwartet habe. (Maira, 9b)

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Die Inszenierung war super und die Schauspieler passend. (Katharina, 9b)

Ich hatte viel Spaß an dem Abend mit der Klasse und das Theaterstück war interessant anzusehen. (Sevval, 9b)

Ich fand das Theaterstück sehr amüsant, da die Schauspieler mit dem Publikum agiert haben. (Eren, 9b)

Ich fand es toll, mit der Klasse noch was außerhalb der Schulzeit zu unternehmen und es war am Ende noch lustig. (Annabell, 9b)


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