Straßburg 2022

Straßburg-Reise mit den Französisch-Kursen aus Jg. 9 und 10 vom 26.09.-30.09.2022

Damit wir etwas vom Tage haben, ging es sehr früh los und wir trafen uns bereits um 06.00 Uhr morgens am Hauptbahnhof mit Frau Hadadi und Frau Carbone, um den Zug nach Straßburg zu nehmen.

Gegen Mittag kamen wir an und bezogen unsere Zimmer in der Jugendherberge, die sehr zentral lag.  Am ersten Nachmittag machten wir eine Stadtrallye auf Französisch, die viel Spaß brachte. Am Abend aßen wir gemeinsam Flammkuchen – eine Elsässer Spezialität.

Dienstagvormittag besuchten wir das Straßburger Münster, die berühmte Kathedrale Straßburgs aus dem 12. Jahrhundert. Wir fanden es lustig, dass alle 2-3 Minuten folgende Durchsage kam: „Mesdames, messieurs, schhhhhhh.“ Zunächst fühlten wir uns schuldig, stellten dann aber fest, dass es unabhängig durchgehend gespielt wurde. Das wurde der running gag der Reise. Anschließend bestiegen wir den Turm mit unheimlich vielen Stufen, von wo aus wir einen wunderbaren Blick über Straßburg hatten. Die Wendeltreppe machte uns ganz schwindelig. Danach hatten wir Freizeit, bis wir uns am Nachmittag trafen, um die Tram zum Europa-Parlament zu nehmen. Die Führung mit dem Audio-Guide war interessant und wir konnten auch im Plenarsaal sitzen und bekamen viele Informationen über das Parlament und die Gründung und Geschichte der Europäischen Union.

Der Mittwoch war komplett der deutsch-französischen Geschichte gewidmet, da das Elsass ja im Wechsel Deutsch oder Französisch war. Wir hatten einen Bus gemietet, der uns zunächst an die Maginot-Linie brachte, wo wir eine sehr interessante Führung im Bunker bekamen. Nach dem ersten Weltkrieg waren entlang der französischen Grenzen diese Bunkersysteme gebaut worden, um die Deutschen zukünftig frühzeitig abzuwehren. Das hat der französischen Bevölkerung leider nicht viel genutzt, wie wir aus der Geschichte des Zweiten Weltkrieges wissen. Die Bunker wurden mit (für damalige Verhältnisse) modernsten Geräten ausgestattet; dennoch muss es für die Soldaten furchtbar gewesen sein, mehrere Tage jeweils in der Dunkelheit und schlechten Luft auszuharren.

Nach einem Picknick vor der Bunkeranlage ging es weiter zum KZ Nartzwiller-Struthoff, das romantisch gelegen auf einem Hügel versteckt ist. Diese vermeintlich romantische Lage täuschte – die KZ-Häftlinge mussten täglich nach Schwerstarbeit im Steinbruch und in schlechter körperlicher Verfassung die zahlreichen Stufen hinaufklettern. Oft schoben sie ihre Beine mit Hilfe der Hände Stufe für Stufe hinauf. Wir waren sehr erschüttert, von den Gräueltaten der Nazis an den Franzosen, die sich der deutschen Besatzung widersetzt hatten. Es gab Folterkammern, Arrestzellen, in denen man weder stehen noch liegen konnte und auch eine Gaskammer, die allerdings gerade restauriert wurde.

Am Donnerstag wollten wir das Museum der elsässischen Geschichte besichtigen, was aber leider geschlossen war. Man sagte uns „Toute la France est en grève“ – ganz Frankreich streikt. So bekamen wir wieder etwas französische Landeskunde vermittelt… Zum Glück fuhr der Zug trotzdem, wenn auch mit etwas Verspätung, so dass wir den Anschlusszug knapp bekamen und spät abends glücklich wieder zu Hause ankamen.

Es war eine sehr interessante Reise gewesen. Wir haben viel gesehen, aber auch genügend Freizeit gehabt, so dass wir die Stadt auch allein erkunden konnten.

(Miriam, Svetlana, Paul, Moritz – alle Jg. 10)

 


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