Schüleraustausch mit Israel

Rollu-up

 
 
 
 
Seit 2015 besteht eine Partnerschaft zwischen
der Neta Erez Waldorfschool in Beer Sheva / Israel
und dem MRG.
Frau Beckmann und Herr Schlüter organisieren
zusammen mit dem israelischen Schulleiter
Yehonathan Dvir diesen Austausch, der vor allem
durch die Unterstützung zahlreicher Stiftungen und
Institutionen möglich gemacht wird.
Jedes Jahr reisen 15 bis 20 Schülerinnen und Schüler
des 11. Jahrgangs 10 Tage im Frühjahr nach Israel und
es kommt die gleiche Anzahl Jugendlicher im Juni dann
zum Gegenbesuch nach Hamburg. 
 
Beide Gruppen arbeiten dann gemeinsam an
einem Projektthema: 
 
2015: Meine Kultur- Deine Kultur 
 
2016: Erforschen-Fühlen-Weitergeben:
Israelisch- deutsche Vergangenheit und Gegenwart
in szenischen Collagen 
 
2017: Diskriminierung damals und heute -
Untersuchungen mittels Oral- History- Quellen und
eigener Recherchen 
 
2018: Immigrants welcome?!
Ein Filmprojekt deutscher und israelischer
Jugendlicher zum Thema Diskriminierung von
Einwanderern 
 
2019 Homo`poly- understanding and accepting
sexual diversity - Ein Podcast deutscher und israelischer Jugendlicher zum Thema Homosexualität in Deutschland
und Israel.
 
2020: Money, money, money - (not funny) in the poor kid’s world. Exploring child poverty in Israel and Germany. Deutsche und israelische Jugendliche erstellen ein Straßenmagazin zu Kinderarmut in Deutschland und Israel. (Dieses Projekt konnte wegen der Coronapandemie nicht durchgeführt werden.)
 
 
 
Im Podcast des Deutschlandfunks vom 25.02.2022 "Schalom – Axel Springer Stiftung fördert Israelreisen für junge Leute" wird unser Israel-Projekt erwähnt (Minute 4:40).
 
 

Schüleraustausch Hamburg - Beer Sheva 2019

  
 
  
 

Bericht des Auswärtigen Amtes über unseren Austausch 2019: Deutsch-Israelischer Schüleraustausch: Erfahrungsberichte (deutschland.de)

 Schüleraustausch Hamburg - Beer Sheva 2018

     

 

Schüleraustausch Hamburg - Beer Sheva 2017

 

 

Schüleraustausch Hamburg - Beer Sheva 2016

Vom 3. bis 11. April reisen wieder Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs des Margaretha-Rothe-Gymnasiums, benannt nach einer Widerstandskämpferin der Weißen Rose, zusammen mit zwei Lehrkräften nach Israel. Neben Ausflügen steht auch intensive Projektarbeit mit gleichaltrigen israelischen Schülern der Neta Erez Waldorf School auf dem Programm. Das Projekt lautet „ Israelisch-deutsche Vergangenheit und Gegenwart in szenischen Collagen: Erforschen – Fühlen – Weitergeben“.

Es sollen Lebenswege einzelner Kriegs- bzw. Nachkriegskinder in Israel und Deutschland erforscht, szenisch dargestellt und diskutiert werden. Die Schüler befragen Zeitzeugen, entwickeln daraus szenische Collagen und besprechen diese nach den Aufführungen. Beide Gruppen bereiten dazu vor dem Besuch die Darstellungen vor.

Zur Vorbereitung der Reise war Karsten Hansen im Februar am Margaretha-Rothe-Gymnasium zu Gast, Sohn des 1944 nach dem Hitler-Attentat hingerichteten Chefs der militärischen Abwehr, Georg Alexander Hansen, der zur Gruppe des 20. Juli gehört hatte. Dieses Zeitzeugengespräch, hatte die Israelaustauschgruppe organisiert. Schülerinnen und Schüler des 10. und 11. Jahrgangs erfuhren anhand der emotionalen biografischen Erzählungen viel über den militärischen Widerstand, über die Verfolgung der Familie nach dem Attentat und auch über das gesellschaftliche Ansehen bzw. die Verachtung, die man in der Nachkriegszeit den Widerstandskämpfern und ihren Kindern entgegenbrachte. Eine Betrachtung der aktuellen politischen Situation schloss das Zeitzeugengespräch ab. Aus einzelnen biografischen Erlebnissen von Karsten Hansen entwickelte die Austauschgruppe kleine Theaterszenen. In Beer Sheva werden sie vorgeführt und besprochen.

Beim Gegenbesuch von 23 israelischen Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs zusammen mit zwei Lehrkräften im Juni wollen wir die Gegenwart betrachten: Wie sieht das Zusammenleben von Israelis und Deutschen heute aus? Inwieweit prägt die Vergangenheit das Miteinander? Welche Perspektiven lassen sich daraus ableiten? Der Austausch 2015 hat deutlich gemacht, dass für eine solche Untersuchung einzig Berlin in Frage kommt. Hier treffen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des deutsch- israelischen Zusammenlebens am deutlichsten aufeinander. Daher wollen beide Gruppen in Berlin lebende Israelis zum Zusammenleben interviewen, gemeinsam das Jüdische Museum und das Holocaustmahnmal besuchen. Aus den dort gewonnenen Erkenntnissen sollen wiederum szenische Collagen zur Gegenwart und Zukunft entwickelt und aufgeführt werden.Besonders dankbar sind die Schüler aus Beer Sheva und Hamburg über die finanzielle Unterstützung durch die Robinsohnstiftung und die DIG Hamburg, ohne die der Austausch kaum möglich wäre. Allerdings sind die Gruppen noch auf der Suche nach Sponsoren für die geplante gemeinsame Berlinexkursion.

Spendenkonto: Schulverein des Margaretha-Rothe-Gymnasiums

IBAN DE86200505501246122079,

BIC HASPDEHHXXX

 

Schüleraustausch Hamburg - Beer Sheva 2015

Gegenbesuch in Hamburg im Juni 2015

Eine Woche lang kamen Schüler und Lehrer der Neta Erez Waldorf School aus Beer Sheva zum Gegenbesuch nach Hamburg. Die Freude war groß, denn seit der Reise nach Israel im März waren die intensiven Kontakte via Internet nicht abgebrochen. Die israelischen Schüler waren bei den Hamburger Schülern untergebracht, denen sie ihre Gastfreundschaft im März angeboten hatten. Sprachschwierigkeiten gab es dabei nicht, da alle in ihrer ersten Fremdsprache Englisch kommunizierten. Sehr viele Unternehmungen wurden gemeinsam erlebt, so Tretbootfahren auf der Alster, Wandern im Alstertal und natürlich das Shoppen in der Innenstadt. Die Hamburger Schüler führten ihre Gäste durch die Ausstellung im Hamburgmuseum "Juden in Hamburg". Zusammen wurde an dem Projekt "Meine Kultur - Deine Kultur" gearbeitet und eine Säule gestaltet. Zusammen lernten die Schüler Hamburg kennen und auch Berlin stand zweitägig auf dem Programm. Es wurde vereinbart, auch zukünftig diesen netten und freundschaftlichen Austausch mit Oberstufenschülern fortzuführen.

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MRG Schüler und Lehrer in Israel Vom 16. bis 25. März 2015 reiste eine Gruppe des Margaretha-Rothe-Gymnasiums nach Israel und begründete die Partnerschaft mit der Neta Erez School in Beer Sheva. Bei den israelischen Schülerinnen und Schülern waren unsere Schüler, die aus dem 11. Jahrgang kommen, untergebracht. Alle sind dort sehr nett aufgenommen worden. Schüler und Lehrer haben sich sehr gut verstanden und Freundschaften geschlossen. Gemeinsam standen u.a. Kennenlernspiele, Stadtbesichtigung mit Fallafelessen, Besuch des Abrahammuseums, Eisessen, Ausflug in die Wüste mit Besichtigung der Ausgrabungsstätte Mamshit, Kamelreiten, sportliche Aktivitäten in der Schule, Schulunterricht und eine Shabbatfeier auf dem Programm. Außerdem wurden Interviews zum Austauschthema „Meine Kultur, Deine Kultur“ aufgenommen. Besonders die private Unterbringung vertiefte die Kontakte zwischen den Schülern und auch zwischen den Lehrern.

Hier ein Schülerbericht vom Ausflug in die Wüste:
Die Wüste von Beer Scheva
Nachdem wir den Abend bei unseren Gastfamilien verbracht haben und deren Kultur aus einer anderen interessanten Perspektive erlebt haben, mussten wir nach einer Nacht mit wenig Schlaf früh raus.
Auf dem Plan stand Besichtigung der Wüste inklusive eines Kamelritts. Bei den Aussichten fiel uns das Aufstehen also nicht schwer und wir waren froh, dass uns der Gastvater mit seinem eigenen Reisebus zum Bahnhof brachte.
Als wir am Hauptbahnhof ankamen, hatten wir wahrscheinlich alle erst mal ein unwohles Gefühl. Schon am Flughafen trafen wir auf ein paar vereinzelte Soldaten mit Gewehren, doch am Hauptbahnhof war jede zweite Personen bewaffnet und sie gingen meist ganz entspannt an Geschäften vorbei. Schon am Vorabend hatten wir uns mit unseren Gastschülern über die Armee unterhalten. Wir wussten auch schon, dass es so viele junge männliche wie weibliche Soldaten gibt, die mehr Stolz als Angst in sich tragen. Trotzdem dauerte es eine gewisse Zeit, bis man sich an diese Umstände gewöhnt hat und eine andere Person erlangte schnell unsere Aufmerksamkeit. Ein Mann mittleren Alters mit einer Kippa auf dem Kopf und einer Waffe in der Hosentasche stieg in unseren Schulbus. Die Israelis schienen ganz desinteressiert und entspannt. Wir „Deutschen“ wunderten uns schon, wieso jemand einfach so in unseren Bus steigen darf. Es stellte sich heraus, dass dieser ein Security-Mann war, der uns die ganze Zeit folgen musste.
Unseren ersten Stopp machten wir mitten im Nichts, man konnte aus dem Bus nur eine Ruine und ein relativ modernes Häuschen erkennen. Alle hatten gehofft, dass wir an diesem Tag durch die in der Wüste herrschende Hitze braun werden. Als der Busfahrer uns aber darauf aufmerksam gemacht hat, dass man sich warm anziehen soll, waren wir zunächst etwas traurig. Es war tatsächlich relativ kühl und jeder Sonnenstrahl hat und dann umso mehr gefreut. Die Ruinen, auf denen wir uns bewegten, lagen direkt an einer Schlucht, auf dessen Grund Spuren eines Flusses zu sehen waren. Der Ehemann der israelischen Lehrerin erzählte uns dann, dass das Wasser des Flusses nur zweimal im Jahr durch die Schlucht fließt und was es mit dem einsamen Mann und Schafen auf dem gegenüberliegenden Hügeln zu tun hat.

Nachdem wir dann zurück im Bus waren, fuhren wir zu einem anderen Teil Wüste, wo dann das Highlight war: Kamelreiten. Wir gingen zu zweit auf ein Kamel und unsere Kamele wurden dann in einer Kette hintereinander zusammengebunden. Mit den Kamelen haben wir eine Stunde lang einen Rundgang gemacht, der an manchen Stellen einer Schifffahrt auf einer Barkasse ähnelte. Nachdem wir dann wieder zurück beim Platz waren, wo sich die anderen Kamele in der Sonne entspannt hatten, konnten wir noch in einen Souvenirladen. Dort gab es selbstgemachte Seife aus Kamelmilch, wobei manche Leute sich bei dem Schriftzug "chamel milk soap" schon auf eine Kamelsuppe gefreut hatten. Als dann genügend Souvenirs gekauft waren, stiegen manche also hungrig zurück in den Bus und fuhren in eine andere Wüste.

An einem schönen Plätzchen an einem kleinen Fluss haben wir dann aber nichts anderes gemacht als die Sonne zu genießen und israelische Köstlichkeit zu essen. Das war nach der Anstrengung am Vormittag sehr entspannt und wir verbrachten dort einige Stunden. Kurz vor unserem Aufbruch haben wir noch streng gläubige Juden entdeckt wobei uns ein Austauschschüler dazu einige religiöse Regeln erklärt hat.

Als wir am Nachmittag zurück in die Familien fuhren, hatten wir genug Freizeit, um in Einkaufszentren zu gehen und uns von unseren Gastgeschwistern herumführen zu lassen. Zu Hause gab es riesige selbst gemachte Pizzen und dazu typisch israelische Limonade, von der wir gar nicht genug bekommen konnten.
Am Abend haben wir uns dann mit unseren Gastgeschwistern und deren Freunde aus der Schule amüsiert. Dieser Tag wird uns genauso wie die ganze Reise immer in toller Erinnerung bleiben.
Rica Artus
Gizem Karakoyun

Nach dem Aufenthalt in Beer Sheva unternahm die Gruppe dann von Netanya am Mittelmeer aus Sightseeingtouren nach Haifa, Nazareth, See Genezareth, Massada, das Tote Meer und Jerusalem. Im Juni werden die Schüler aus Beer Sheva zu einem Gegenbesuch in Hamburg erwartet.

Weitere Aktuelle Berichte:


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Langenfort 5, 22307 Hamburg
Tel. 040 - 428 86 86 - 0

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